Mit der Inquit-Formel (Redeankündigung, Redebegleitsatz) markiert der Erzähler die Rede der Figuren. Auf dem Spitzenplatz ist „sagt/sagte“, weil der Leser:in sie angeblich nicht bemerkt.

Monoton und langweilig wird es, wenn in einem Dialog jede Figurenrede (und damit Zeile – Achtung: Jeder Wechsel des Sprechers erfordert einen Zeilenumbruch vor dem neuen Sprecher:in) mit Anführungszeichen unten, Aussage, Anführungszeichen oben, beginnt und mit einer Inquit-Formel endet.

Beispiel:

„Wo warst du?“, fragte sie.
„Das geht dich nichts an“, sagte er.
„Und warum nicht?“, fragte sie.
„…“, antwortete er.
„…“, sagte sie.
usw.

Was tun?

Manchmal sind Inquit-Formeln überflüssig und können ersatzlos gestrichen werden. Unterhalten sich nur zwei Personen, ist es logisch, dass sie abwechselnd reden. Hin und wieder kann ein Redebegleitsatz eingefügt werden, damit der Leser sicher ist, nicht in den Zeilen verrutscht zu sein. (Erinnerung: Zeilenumbruch vor neuem Sprecher.)

„Wo warst du?“, fragte sie.
„Das geht dich nichts an.“
„Und warum nicht?“
„…“
„…“, entgegnete sie.

Inquit-Formeln durch Handlung ersetzen. Die Figuren sind ja irgendwo (Wohnung, Café, Wald etc.) und tun irgendetwas. Beispiel:

„Wo warst du?“, fragte sie.
Er nahm ihr gegenüber Platz. „Das geht dich nichts an.“

Inquit-Formeln durch Gefühle, Mimik, Gestik ersetzen. (Achtung: Erzählperspektive beachten.) Beispiel:

„Wo warst du?“, fragte sie.
Er nahm ihr gegenüber Platz. „Das geht dich nichts an.“
„Und warum nicht?“ Eine dunkle Vorahnung schwebte über ihr wie eine Gewitterwolke, die sich jederzeit zu entleeren drohte.
„…“
„…“
„…“, anwortete er.
„…“

Umstellung von Inquit-Formel und Figurenrede, so dass nicht jede Zeile mit Anführungszeichen und wörtlicher Rede beginnt (s. Beispiel 3).

Happy writing,
deine Charlotte